Friday, Aug 26, 2005
Attentione!
Menschen neigen dazu, sich durch alle möglichen Dinge von ihrem Lebensinhalt ablenken zu lassen. Anstatt uns rund um die Uhr ihre ganze Aufmerksamkeit zu widmen, sind sie heftig mit verschiedensten – völlig nutzlosen – Tätigkeiten beschäftigt.
Das kann ganz schön nerven!
Meine Menschin zum Beispiel sitzt tage- und nächtelang vor ihrem Computer und zappelt dabei ununterbrochen mit den Händen. Das ist natürlich höchst ungemütlich, weil just auf ihren Unterarmen mein Lieblingsschlafplätzchen ist.
Ihr müßt unbedingt die Fähigkeit erlernen, zu erkennen, wo die Aufmerksamkeit Eures Zweibeiners konzentriert ist. Meine Menschin versucht mich dabei mit allerlei Listen zu täuschen. So legt sie zum Beispiel zwei Zeitungen vor sich hin und blickt konzentriert auf eine davon. Ich weiß natürlich genau, daß sie eigentlich die andere Zeitung lesen möchte und lege mich auf jene. An ihren Reaktionen merkt ihr schnell, ob ihr richtig geraten habt. Es ist ja üblicherweise nicht sehr schwierig, den nur allzu durchschaubaren Gedankengängen unserer Sklaven zu folgen.
Hier ein paar wirkungsvolle Tricks, Eure Menschen von absolut überflüssigen Tätigkeiten abzulenken und ihre Aufmerksamkeit auf Euch zu ziehen:
Bei meiner Menschin hat sich das Graben in Blumentöpfen zu Anfang bestens bewährt – zumindest so lange, bis sie diese boshafter Weise mit Essstäbchen gespickt hat… Jedesmal ist sie mit einem schrillen Kreischen aufgesprungen und eine lustige Jagd hat begonnen.
Danach bin ich umgestiegen auf Fensterrutschen. Das liebt sie! Ich flitze blitzschnell die schrägen Fenster an der Innenseite hoch und rutsche dann – Krallen am Glas quietschend – genauso blitzschnell wieder runter. Ihr solltet hören, welche Geräusche sie dann von sich gibt! Jedenfalls – und das ist Sinn der Übung – springt sie regelmäßig von ihrem Computer hoch und beginnt mich „abzulenken“. Hehe.
Wenn das alles nichts nützt, greife ich ganz tief in die Trickkiste: Ich beginne unter elenden Klagelauten und erbärmlichem Röcheln ein paar Haarballen hochzuwürgen und benehme mich, als wär mir kotzübel. Das wirkt garantiert: Meine Sklavin eilt herbei, streichelt, kuschelt & tröstet mich, krault mir den Bauch und ist mindestens eine Stunde exklusiv mit mir beschäftigt.
Auch das Zerreissen ungelesener Zeitungen erfüllt gewisse Zwecke: Einerseits können wir es gar nicht verantworten, daß unsere Menschen sich ihren Kopf mit den vielen Grauslichkeiten schwer machen, die es darin zu lesen gibt. Andererseits haben die Zweibeiner aber den unbändigen Drang, genau dies zu tun und unterbrechen augenblicklich jede Tätigkeit, um diese lästigen Papierberge vor unseren Krallen zu retten.
Zu guter Letzt lassen sich unsere Menschen ja manchmal auch gerne ablenken, indem man sie zum Spielen auffordert. Es ist jedenfalls einen Versuch wert. Ich bin meist erfolgreich darin, meiner Futtermutter ein Mäuschen auf die Tastatur zu legen, sobald ich merke, daß sie mit ihrer Arbeit ohnehin nicht weiterkommt. Nur allzuoft läßt sie sich dann auf ein Spielchen ein…