ODER WIE DU DEINEN DOSENÖFFNER ZU EINEM PERFEKTEN FUTTERSKLAVEN ERZIEHST

Home, sweet Home

Wenn Du Dich eine Zeitlang mit Deinem neuen Reich vertraut gemacht hast, geht es nun daran, dieses so richtig nach Deinen Vorstellungen zu gestalten.

Ein wichtiges Kriterium für unser Wohlbefinden ist der Lebensrhythmus in unserem Zuhause. Ich hab´s gut: Meine Futtersklavin ist rund um die Uhr aktiv. Das ist äußerst praktisch, bedeutet es doch, daß sie mir Tag & Nacht zur Verfügung steht. Nachdem sie selber keine fixen Essenszeiten hat, serviert sie mir auch rund um die Uhr Fressen und ist fast immer zu Spiel & Spaß aufgelegt…

Ich erinnere mich allerdings, daß es zu Anfang schon einige Probleme mit den Schlafenszeiten gab. Während ich von anderen Katzingers aus aller Welt Klagen höre, daß ihre Sklaven viel zu viel schlafen und ihnen somit zuwenige Stunden zu Diensten stehen, war das bei mir und meiner Menschin umgekehrt. Die ist so ein Zappelphilip und hat ständig neue Ideen, so daß sie für meinen Geschmack viel zu wenig schläft. Wenn mir nach Nachtruhe ist, gehört es sich einfach, daß sich auch meine Sklavin zur Ruhe begibt. Wo soll ich schließlich sonst sanft träumen?
Also habe ich sie jede Nacht eindringlich darauf aufmerksam gemacht, daß jetzt Schluß ist, indem ich mich auf ihre Arme gelegt & ganz schwer gemacht habe, so daß sie nicht mehr weitertippen konnte. Das wollte sie natürlich in keiner Weise akzeptieren und hat mich weggeschubst oder gar auf meinen Katzenturm gelegt. Das hat mich aber ganz schön wütend gemacht, ich habe sie angefaucht & sogar die Pfote erhoben. Ein richtiger Machtkampf war das, der sich über ein paar Wochen hinzog. Wie schon gesagt, kann meine Menschin manchmal ziemlich stur sein und sie fand einen ganz hinterhältigen Trick: Jedesmal, wenn ich zu fauchen begann, besprühte sie mein Fell mit einer Wasserflasche, die sie normalerweise für ihre Blumen benutzt. IGITT. Planschen ist nur, wenn ich das will!!! Ich hab mich dann jedes Mal, wenn sie die Flasche nur angesehen hat, blitzschnell verflüchtigt und sie aus sicherer Entfernung giftig angesehen. Stellt Euch vor, sie hat nicht mal mit der Wimper gezuckt!
Naja, ich muß zugeben, so richtig durchgesetzt habe ich mich zum Thema „Schlafenszeiten“ noch nicht. Derzeit haben wir uns auf einen Kompromiß geeinigt (scheint eine menschliche Erfindung zu sein): Ich lege mich nicht auf beide sondern nur auf einen ihrer Arme und wenn sie mich sehr höflich schubst, dann rück ich ein paar Zentimeter weiter…

Erfolgreicher war ich bei der Durchsetzung einer gewissen Ordnung auf unserem Schreibtisch. Ist dieser durch Berge von Papier, Zeitschriften, Arbeitsunterlagen & ähnlich nutzlosem Zeug vollgeräumt, finde ich kaum ein bequemes Plätzchen zum Ausspannen. Erst das konsequente Entrümpeln dieser Papierberge führte zu akzeptablen Platzverhältnissen: Ich kletterte immer so „ungeschickt“ über diese Türme, daß diese immer wieder auf dem Boden landeten. Dies wiederholte ich so lange, bis meine Menschin endlich verstanden hatte, daß auf unserem Schreibtisch gewisse Freiräume für meinen wohlgeformten Körper geschaffen werden müßten…

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