ODER WIE DU DEINEN DOSENÖFFNER ZU EINEM PERFEKTEN FUTTERSKLAVEN ERZIEHST

Sauberkeitstraining

Also mir wär´s ja am allerliebsten, mein Katzenklo würde dreimal täglich frisch gefüllt. Aber okay, bin ja ein konzilianter Vertreter meiner Spezies, also geb ich mich auch mit einmal täglich zufrieden. Wenn Euer Mensch das nicht von Anfang an checkt, gibt es sehr einfache & effiziente Methoden zum Sauberkeitstraining: Pinkle z.B. in jeden Blumentopf, in den Du grade noch reinpaßt, natürlich nur dann, wenn Deine Menschin auch grade herschaut.

Bleib völlig ungerührt, blicke ihr fest ins Auge, damit sie den Sinn dieser Erziehungsmaßnahme auch wirklich erkennt und laß Dich durch ihr Kreischen nicht aus der Ruhe bringen. Es ist dies lediglich das erwünschte Feedback, daß sie ihr Fehlverhalten erkennt. Auch Schuhe eignen sich hervorragend für diesen Zweck. In hartnäckigen Fällen empfiehlt sich das Pieseln auf die Bettdecke oder schlimmstenfalls gar auf den Kopfpolster. Si, Senor, das klingt brutal, aber glaubt mir, diese Maßnahmen verfehlen nicht ihre Wirkung.
Übrigens sind Schuhe auch mein bevorzugtes Demonstrationsobjekt, meinem Zweibeiner zu signalisieren, daß ich allzu häufiges Weggehen keinesfalls schätze. Andererseits kann diese Maßnahme auch genützt werden, Deine Menschin zu erziehen, Dir bei jedem Ausgang feinstes Yummie mitzubringen. Der Deal ist easy: Yummie bei der Rückkehr gegen trockenes Schuhwerk beim Verlassen des Katzenheims.

Nachdem wir also mal die tägliche Reinigung meines Katzenkisterls geklärt hätten, wollte ich zwar noch die Reinigungsfrequenz erhöhen, da ist sie mir allerdings zuvorgekommen (meine Menschin ist nämlich manchmal auch ganz schön ausgefuchst): Hat sie doch glatt jeden Blumentopf in meinem Katzenrevier mit chinesischen Essstäbchen gespickt. Fauch. Nugut, sowas nennen die Zweibeiner vermutlich einen Kompromiß.

Soweit mal zur regelmäßigen Reinigung des Katzenklos. Ein nicht unwesentlicher Aspekt ist auch der Aufstellungsort desselben. Ihr wißt natürlich, daß wir unser Katzenklo gerne an geschützen, heimeligen Plätzen, nicht allzuweit von unserer Futterstelle (aber natürlich auch nicht gleich daneben) vorfinden.
Ich bin folgendermaßen zum idealen „Örtchen“ gekommen: Nachdem das mit der Reinigung gebongt war, habe ich – ungeachtet des vorbereiteten Kistchens – mein „stilles Örtchen“ an einem lauschigen, versteckten Plätzchen gleich hinter einer riesigen Palme und anderen Grünpflanzen „eröffnet“. Ihr glaubt gar nicht, wie schnell mein Katzenklo dorthin „gewandert“ ist. Perfekt. Nun verrichte ich meine dringenden Geschäfte sozusagen hinter dichtem Buschwerk versteckt.

Halt, eine kleine Änderung habe ich noch forciert: Mein Katzenklo war zu klein und oben offen. Die Gegenmaßnahme ist simpel: Du plazierst Dich genau in die Mitte, allerdings so, daß Dein wohlgeformtes Hinterteil weit über das Kistchen hinausragt. Der Effekt liegt auf der Pfote. Zur Verstärkung desselben ist es ratsam, nach vollendeter Tat die Füllung des Katzenklos in hohem Bogen rauszuscharren…

Nun bin ich also stolzer Besitzer einer Katzentoilette luxuriösen Ausmaßes mit einem großzügigen Verdeck, welches die nötige Intimität garantiert…

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