Friday, Jun 03, 2005
Schnupperstunden
Kaum betrittst Du Dein neues Zuhause, wird gleich offenbar, ob Dein Instinkt richtig war und Du Dir eine versierte Katzensklavin angelacht hast. Die Katzprofis unter den Zweibeinern rücken nämlich gleich mit einem üppigen Willkommensyummie raus und haben auch sonst in Deinem zukünftigen Reich schon so allerlei vorbereitet. Klaro ist nicht alles gleich nach Deinem Geschmack, aber zeig Dich in den ersten Tagen leutselig und überfordere Deine Dosenöffnerin nicht gleich mit allzuvielen Änderungswünschen. Wie Du diese später mit sanften Pfoten durchsetzt, dazu kommen wir noch…
Beschnuppere jeden Winkel
Deines neuen Katzenheims und nimm Dir Zeit, Dein neues Revier sorgfältig zu markieren. Zu diesem Zweck genügt es für´s Erste, Deinen Kopf & Körper an strategisch wichtigen Gegenständen & Eckpunkten zu reiben. Dies hinterläßt Deine Duftstoffe – just in case. Sieh Dich um, wo Du Lieblingsplätzchen eröffnen möchtest, Deinen Futterplatz solltest Du nach Deinem ersten Yummie ja schon kennen. Die Erziehungsarbeit kannst Du dennoch vom ersten Augenblick an beginnen, indem Du Deiner Futtersklavin deutlich zeigst, was Dir gefällt und was nicht. Die ersten Tage habe ich damit verbracht, die verschiedensten Schlafplätze in meinem neuen Revier auszuprobieren.
Katz, ich war beeindruckt!
Mein Katzenheim ist nämlich riesengroß – mit Treppen und Leitern und einem riesigen Kletterbaum. Daß sie einen solchen schon vorgesehen hatte, hab ich meiner Futtermutter hoch angerechnet. Kein Zweifel – hier würde ich mich wohlfühlen. Sie hat mir gleich zwei Plätzchen gezeigt, die ganz meinen Geschmack trafen: Gleich neben ihrem Arbeitsplatz hat sie mir eine weiche Decke aufgebreitet, so daß ich meine Pfoten auf die ihre legen kann, während ich schlafe. Auf der anderen Seite hat sie einen hohen Turm aufgestellt, der zum Klettern einlädt und an dessen Spitze ein bequemer Schlafkorb befestigt ist, von dem aus ich alles unter Kontrolle habe.
Während ich so am ersten Abend vor mich hindöste, konnte ich sie in aller Ruhe beschnuppern & ich kann Euch sagen, meine Dosenöffnerin duftet sehr beruhigend. Ich fühlte mich wie im siebenten Katzenhimmel & schlief selig, um mich für die kommenden Aufgaben zu stärken.
Beobachte und lerne!
Eine wichtige Basis des bevorstehenden Trainings ist die genaue Beobachtung der Gewohnheiten Deiner Katzsklavin. Laß sie nie aus den Augen (das hat auch noch ganz andere Vorteile, wie Du später erfahren wirst). Folge ihr auf Schritt & Tritt und überlege dabei bereits, was Dich stört, was Du ihr beibringen und was Du ihr abgewöhnen möchtest. Aber nochmals – geh die Erziehung Deiner Menschin subtil & geduldig an! Die Krone der Pädagogik ist es nämlich, Deiner Sklavin immer das Gefühl zu geben sie würde Dich erziehen… Hehe.
Nomen est…
Kurz nach Deiner Ankunft solltest Du entscheiden, wie Du gerufen werden willst. Deine Dosenöffnerin wird verschiedene Namen für Dich ausprobieren. Nichts einfacher, als ihr deutlich zu machen, welchen davon, Du goutierst: Du reagierst nur auf jenen, der Dir wirklich gefällt. Also ich muß schon sagen, meine Menschin hatte dazu recht absonderliche Ideen: Gamasche, Joe, Katz und dergleichen mehr. Naja, Geschmackssache. Schließlich hab ich mich für �Stiefel“ entschieden, wobei ich auch auf die italienische Variante “Caligula“ höre. Nun, eigentlich höre ich ja auf alles, wenn´s Richtung Küche geht… >;o))